
True Tears - 3 Mädels und ein Typ
Mit Folge 13 ist True Tears nun endlich um und wir alle um die Erkenntnis reicher ob Shinichiro nun Noe oder Hiromi wählen würde. Anscheinend war das geneigte Publikum ja recht zwiegespalten, welche der beiden weiblichen Hauptrollen nun die bessere Wahl wäre. Sagen wir es mal so, meines Erachtens nach war keine perfekt. Noe war wie man so schön zu sagen pflegt batshit-insane und Hiromi intrigant/verzickt. Von den beiden fand ich persönlich allerdings Hitomi die bessere Wahl und von daher sollte das Ende eigentlich ganz nach meinem Geschmack gewesen sein, doch irgendwie war es recht unbefriedigend. Woran das lag ist recht einfach zu erklären…

Eine Umarmung - und das war es auch schon mit True Tears…
Nein nein nein, das war nicht das beste Ende was wir je gesehen haben. Dafür hat es einfach zu viel vermissen lassen. Shinichiro trifft seine Wahl und entscheidet sich für Hiromi und serviert Noe ab, soweit ok, aber dann das Treffen mit Hiromi. Schon wieder dieses Geschwafel von wegen “Tränen wegwischen” etc. und kein klares “Ich liebe dich”. Dann nur eine Umarmung und nicht mal ein Kuss. Und das wars dann auch noch ganz. Das war die letzte Szene wo man die beiden zusammen in der Folge sieht. Da hätte man sie wenigstens am Ende noch mal irgendwie in der Schule zusammen zeigen können oder sonstwas, ich verlange ja nicht mal eine Afterstory a la die beiden 5 Jahre später verheiratet sonstwo, aber einfach so Schnitt nach 13 Folgen “Wen liebe ich denn jetzt?”.

Am Ende ist Noe ganz allein…
Auch nicht gerade positiv beigetragen zum Gefühl das man am Ende der Serie hatte war, dass man in der Mitte der Serie irgendwie die Glaubwürdigkeit verloren und die Story aus den Augen verloren hat. Bis dahin war noch jede Folge spannend und interessant, aber sobald sich dann beispielsweise Shinichiros Mutter ohne besonderen Grund vom Feind Hiromis in ihre beste Freundin verwandelt hat und praktisch nur noch wirr über das Fliegen, Nicht-Fliegen können und Tränen philosophiert wurde, da war die Serie eigentlich storytechnisch tot und hat nur noch von ihrer superben Animation, dem erstklassigen Soundtrack und den guten Charadesigns (optisch) gelebt. Schade eigentlich. Mit einer besseren zweiten Hälfte hätte True Tears sicherlich das Zeug zur Genrereferenz gehabt. Und ist so doch nur durchschnittliche Kost.