Review: Miku Flick

Modusauswahl in Miku Flick: Rythm-Game spielen oder Videos angucken

Seit kurzem gibt es Rythm-Game App Miku Flick für iOS-Geräte wie Iphones und Ipads auch in lokalisierter Version im iTunes Store. Und da es im Store noch keine Bewertungen und im gesamten Internet anscheinend keinen deutsch- oder englischsprachigen Test gibt, fülle ich diese Lücke hier kurzerhand, denn so verlockend eine offizielle lokalisierte Miku App ist – 10,99€ sind viel Geld für eine App. Ist diese also auch das Geld Wert?

Easy-Mode: Nur das weiß leuchtende „Na“ muss „geflickt“ werden

Das Spiel an sich:

Das Spiel kennt zwei verschiedene Modi. Der „Rythm Game“ Modus ist der Hauptmodus in dem man zunächst in einer Coverflow-Ansicht eines von drei verschiedenen Liedern auswählen kann. Durch das absolvieren von Liedern kann man weitere freischalten, bis einem alle insgesamt 13 Lieder zur Verfügung stehen. Die komplette Trackliste lautet (Quelle):

  • Koisuru VOC@LOID
  • moon
  • World is Mine
  • Time Limit
  • Finder (DSLR remix – re:edit)
  • PoPiPo
  • melt
  • Electric Angel
  • Ai Kotoba
  • Romeo & Cinderella
  • Stargazer
  • Anata no Utahime (Your Diva)
  • Hatsune Miku no Shoushitsu -DEAD END-

So sieht die Trackauswahl aus, wenn man das Spiel zum ersten mal startet

Das eigentliche Spiel funktioniert dann ähnlich wie beispielsweise Singstar. Während Miku ihr Liedchen trällert und ein vorgerendertes Video läuft, wo sie in verschiedenen Kostümen über die Bühne stolziert, werden die gesungenen Lyrics eingeblendet und man muss diese im richtigen Moment „flicken“. Das Spiel basiert auf einer Eingabemethode für Kanji/Hiragana/Katakana (Ich weiß es ehrlich gesagt nicht genau) und ich kann auch leider nicht beurteilen ob das etwas speziell nur für dieses Spiel oder eine verbreitete Eingabemethode ist. Klar ist allerdings, dass es jedem der sich nicht näher mit der japanischen Sprache und japanischen Handyapps beschäftigt jedenfalls nicht bekannt sein dürfte.

Funktionieren tut das „flicken“ nun so: Es gibt zehn Kacheln für Silbengruppen, wobei wenn man eine auswählt vier weitere aufpoppen, aus denen man die gewünschte auswählt. Muss als Silbe z.B. „Su“ eingegeben werden, so drückt man auf die Kachel für „Sa“ und zieht (daher der Name „flick“) mit dem Finger auf die neu aufgegangene „Su“-Kachel und lässt los. Tut man dies im richtigen Moment so bekommt man ein „Cool“ oder „Fine“ eingeblendet. Haut die Eingabe gerade noch hin ein „Safe“ und sonst ein „Sad“ oder „Worst“. Hat man mindestens fünf Eingaben hintereinander gut hinbakommen, kann man Anfangen Kombos aufzubauen. Am Ende des Liedes gibt es dann eine Übersicht inkl. einer Punktezahl, Gesamtwertung und ggf. den Hinweisen zu neuen freigespielten Tracks und Schwierigkeitsstufen.

Frei steht einem auch wie man das Spiel spielen möchte. Man kann es entweder vollkommen in japanisch lassen, d.h. die Lyrics und die Flick-Kacheln werden nicht in lateinischer Schrift dargestellt oder man kann japanische und lateinische Schrift gleichzeitig aktivieren oder nur Romaji.

Eingabemethoden zum flicken: Japanisch, Romaji oder Hybrid

Alle Songs gibt es in drei Schwierigkeitsgeraden von Easy über Normal bis Hard, wobei man die letzte Variante erst duch das Bestehen des Normalmodus freischalten muss. Je nach Song sind auch die Songmodi einer Stufe unterschiedlich schwer, so dass es zudem noch ein Sterneranking gibt. So ist ein Lied mit einem Easymodus der mit einem von zehn möglichen Sternen angezeigt wird einfacher als der Easymodus eines anderen Tracks, der drei Sterne hat. Der Unterschied zwischen den verschiedenen Schwierigkeitsstufen ist die Anzahl der Silben, die man tatsächlich „flicken“ muss. In den einfacheren Schwierigkeitsgeraden singt man so nicht das gesamte Lied mit, sondern gibt immer nur jede ungefähr achte Silbe ein und den Rest lässt man aus.

Der zweite Modus namens „PV“ dient im wesentlichen nur dazu, sich die freigespielten Songs und Videos ohne das eigentliche Spiel zu spielen anzugucken. Wahlweise mit Lyrics oder ohne.

Der Test:

Das Spiel bietet wie gesagt 13 Tracks. Diese spielt man auf Easy innerhalb von höchstens einer Stunde frei und nachdem man alle Lieder einmal durchhat, hat man sich auch mit dem etwas gewöhnungsbedürftigen Flick-System vertraut gemacht. Nochmaliges durchspielen aller Tracks auf Normal innerhalb einer weiteren Stunde ist auch weiter kein Problem, wenn man sich ab und zu auch mal mit einem B-Ranking zufrieden gibt. Ob es dann für Hard reicht hängt von jedem selber ab, aber ich persönlich bin da an meine Grenzen gekommen. Dies hat zwei Gründe: Das Eingabesystem ist auch lokalisiert für jemanden der sonst mit der japanischen Sprache als solches nichts am Hut hat nicht eingänglich genug um damit in der notwendigen Geschwindigkeit eingaben zu tätigen. Das wenn man „Wo“ eingaben soll man erst mal auf „Wa“ gehen muss und wo dieses sich befindet mag aus japanischer Sicht Sinn ergeben, aber spätestens nach der Lokalisierung erschließt sich die Logik hinter diesen Gruppierungen nicht mehr und dazu kommt, dass wenn man -wie wohl die meisten- mit Romaji spielt, die Lyrics abweichen können von dem, was tatsächlich gesungen wird! Wie gesagt, ich habe keinen Schimmer von Japanisch, aber ich vermute, dass es irgendwas mit der Übertragung von Kanji in Hiragana/Katakana und dem Silbenwesen dieser Systeme zu tun hat. Dies ist sehr verwirrend für einen „westlichen“ Spieler, der wahrscheinlich den Liedtext „vom gesungenen“ her auswendig kennt, aber die eingeblendeten Lyrics in Romanji weichen davon dann öfter mal ab.

Durch das Spielen schaltet man neue Lieder und Schwierigkeiten frei

Schade ist weiter, dass die App leider nicht sonderlich an die verschiedenen Anzeigegeräte angepasst worden ist. Zwar ist die Anwendung knapp ein Gigabyte groß, allerdings läuft sie auf dem Ipad (3rd Gen zumindest) überall mit einem Rand und die Videos haben eine sehr sehr schlechte Qualität, da sie wahrscheinlich höchstens die Auflösung vom Ipod Touch haben, was zumindest auf Geräten wie dem genannten Ipad oder auch dem Iphone 4 den Nutzen des „PV“ Modus mehr als zweifelhaft erscheinen lässt, da die Videos auf diesen Geräten einfach schlichtweg hässlich aussehen.

Hinzu kommt, dass man für den gebotenen Preis von immerhin 10,99€ gerade mal 13 Lieder bekommt, welche man innerhalb von wenigen Stunden mehrfach durchspielen kann und danach kann man sich auch keine weiteren Tracks dazukaufen oder freispielen. Das ist ein ziemlich hoher Preis für das gebotene, besonders wenn man die wie oben erwähnte nicht allzu gute Umsetzung berücksichtigt und man sich vergegenwärtigt, dass das eigentliche Spiel trotz Lokalisierung aufgrund seines Funktionsprinzips bei den potentiellen Käufern eher Hit or Miss sein dürfte.

Bleibt die Frage macht das ganze Spaß? Durchaus. Sobald man den dreh mit dem flick-System raus hat und man bei Stargazer oder Melt abgeht und Riesenkombos aufbaut, da kommt schon gut Laune auf. Aber diese findet aller Wahrscheinlichkeit nach ein jähes Ende, wenn nur noch die Hard-Modi zu meistern sind. Dann heißt es entweder richtig Fleiß und Zeit investieren oder eben das wars.

In einen Zahlenwert gegossen bedeutet das letzten Endes:

Insgesamt: 4 / 10 Punkte

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2 Gedanken zu „Review: Miku Flick

  1. Actualmente solo nos queda esperar que la compañía Apple haga lo que sabe y disponga
    su nuevo producto para cumplir las expectativas de lo esperado
    con dicho terminal y una vez lo tengan en su poder aprovéchenlo todo lo
    posible ya que faltará tiempo para usar todas sus maravillas y
    aplicaciones que volverán la vida sensiblemente más productiva y divertida.

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