Kurzfazit The Anthem of the Heart

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Enthält Spoiler!

The Anthem of the Heart stammt von Tatsuyaki Nagai und damit vom gleichen Regisseur wie Toradora und AnoHana und schlägt mit seinem Schulsetting und einem Potpourri aus Genres, wie Coming of Age, Slice of Life, Musikfilm, Liebesfilm, Drama und einem Hauch Fantasy, ähnliche Töne an.

Und ähnlich, wahrscheinlich sogar mehr noch, wie bei den beiden genannten Fernsehserien fällt es schwer den Film aufgrund seiner Handlung rein für sich zu betrachten und bewerten. Der Film behandelt mit der ersten Liebe, Stress mit den Eltern, dem Problem Freunde zu finden, etc. pp. so viele Themen zu denen man selber einen Bezug hat und die man unweigerlich mit den Geschehnissen des Films verbindet, dass es schwer ist allgemeingültig eine Aussage wie gut der Film nun ist zu treffen.

Mir persönlich hat er gut gefallen. Gut, aber nicht sehr gut. Das liegt weniger an Kleinigkeiten wie der inzwischen viel zu häufigen Selbstreferenzierung von Anime durch, in diesem Fall, Nebencharaktere oder der Irrelevanz von Daiki in der Handlung trotz seiner Position als Hauptcharakter, sondern an meiner häufig sehr rationalen Sicht der Dinge.

Meist kann man Filme, Serien, Bücher und andere Medien einteilen in entweder authentische, reale Geschichten oder auf der anderen Seite Fantasy, Science-Fiction, Horror und alles andere was sich von unserem täglich Erlebten absetzt. Und dies ist eben nicht der Fall in The Anthem of the Heart. Viele Momente und Augenblicke wirken real und authentisch, wie die Szene wo Daiki frech Natsuki fragt ob sie nicht mit ihm Zeit im Love Hotel totschlagen will oder die Szenen in denen Mitglieder des Baseballclubs sich abfällig hinter dem Rücken ihres Ex-Stars über ihn äußern. Dem gegenüber stehen dann einfach unrealistische Szenen wie das klischeehafte Erreichen der Musikaufführung im letzten Moment oder dem plötzlichen Umkippen der Stimmung zum positiven hin nachdem Jun ihre Klasse vor der Aufführung versetzt hat und  sie quasi bei allen unten durch war (was im Kontrast sehr glaubwürdig gewirkt hat).

Aber zum einen ist mir bewusst, dass vieles von dem was „unrealistisch“ scheint für die Dramatik des Films einfach notwendig ist und zum anderen, wie oben angesprochen, bei weitem nicht jeder dieses Wechselspiel zwischen realem und künstlichen Verhalten so stört wie eben mich.

Trotz allem hat mit The Anthem of the Heart dank eines funktionierenden Genremixes, unerwartetem Ausgang und der Behandlung anspruchsvollerer Themen gut gefallen. Aber das sind Punkte zu denen ich nichts groß schreiben brauche, da der Film in dieser Hinsicht für sich selber spricht und wenn man ihn trotz Spoilerwarnung noch nicht gesehen haben sollte, dies am besten nachzuholen ist!

PS: Juns Eltern sind das Letzte (wobei man für die Mutter vielleicht noch einen Funken Verständnis aufbringen kann)

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2 Gedanken zu „Kurzfazit The Anthem of the Heart

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