Ersteindruck Bravely Second: End Layer

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Um den üblen Nachgeschmack den Star Ocean 5 bei mir hinterlassen hat zu verdrängen habe ich zu Bravely Second: End Layer auf dem Nintendo 3DS gegriffen. Und siehe da, JRPGs können sehr wohl modern sein und immer noch Spaß machen! Und die Nebenbeschäftigungen können sogar süchtig machen…

Bravely Second strotzt bereits in der ersten halben Stunde nur so vor Charme und liebevollen Details, dass es gleich wieder Spaß macht ein JRPG zu spielen. Und spätestens wenn es dann ein Wiedersehen mit Charakteren aus dem Vorgänger gibt kann man sich kaum davon abhalten weiterzuspielen.

Zum tollen job- und zugbasierten Kampf- und Levelsystem, das ohne Änderungen aus dem Vorgänger übernommen wurde, sage ich an dieser Stelle nichts, denn es war bereits in Bravely Default klasse und man hätte mehr kaputt machen als verbessern können. Daher gut, dass hier wenig passiert ist. Großartiger hingegen die noch größere spielerische Freiheit: Jederzeit Schnellreise zwischen Städten, Autokampf mit speicherbaren Angriffen, frei konfigurier- und speicherbare Job- und Ausrüstungskombinationen, variierbare Kampfgeschwindigkeit, Gegnerhäufigkeit, Schwierigkeit, etc. pp. Ein Traum, absolut begrüßenswert und sicherlich das beste JRPG in dieser Hinsicht!

Tolle Nebenaufgaben und ein kleines großes Manko

Auch übernommen aus dem Vorgänger wurde das auf Zeit und Personenressourcen basierende Nebenspiel in dem man diesmal eine Mondbasis wieder aufbaut. Es macht Spaß sich darum immer mal wieder nebenbei zu kümmern und in Form von Spezialangriffen und Items auch echte Vorteile daraus zu ziehen.

Noch mehr überrascht hat mich das vollkommen neue Minispiel in dem man Puppen zusammenbauen und verkaufen kann. Aus „kurz mal testen“ wurde nach über vier Stunden „jetzt aber wirklich schlafen gehen“. Vielleicht liegt es nur daran dass ich diese Art von Spiel noch nie gespielt habe, aber ich finde es toll! Ich wünschte ich hätte nur früher gemerkt, dass man die Puppen nicht für die normale Währung verkauft. Jetzt bin ich Spielgeldmillionär.

Das einzige größere Manko nach circa sechs Stunden Spielzeit ist überraschend alles was mit dem Ton zusammenhängt und das trotz dual-audio. Zunächst macht dieses Spiel es bitter offensichtlich, dass Ryo als Komponist schlicht Revo nicht das Wasser reichen kann, wodurch das Spiel gegenüber seinem Vorgänger doch an Atmosphäre einbüßt. Dann ist die gesamte Sprachausgabe schrecklich stark komprimiert, so dass man das Spiel fast nicht mit Kopfhörern, sondern nur mit den murksigen 3DS Lautsprechern, die das Problem kaschieren, spielen kann. Zuletzt bin ich kein großer Fan der Wahl von Magnolias japanischer Synchronsprecherin. Die Teile wo Engrish gesprochen wird machen das nicht besser.

Das Thema Zensur klammere ich an dieser Stelle mal aus, da es eher Nintendo als Ganzes als Bravely Second an sich betrifft.

 

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