Über Killerattacks

Animeblog Admin

Kurzfazit The Anthem of the Heart

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Enthält Spoiler!

The Anthem of the Heart stammt von Tatsuyaki Nagai und damit vom gleichen Regisseur wie Toradora und AnoHana und schlägt mit seinem Schulsetting und einem Potpourri aus Genres, wie Coming of Age, Slice of Life, Musikfilm, Liebesfilm, Drama und einem Hauch Fantasy, ähnliche Töne an. Weiterlesen

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Ersteindruck Senran Kagura Estival Versus

SK EV.jpgNachdem ich die drei Vorgänger gespielt und meinen Spaß damit hatte, war zunächst die Vorfreude auf Estival Versus als ersten PS4 Teil groß, aber jetzt kann ich nach den ersten drei Festivaltagen kaum die Motivation dazu aufbringen weiterzuspielen. Warum? Aus folgenden Gründen:

Zwischensequenzen

In den Sequenzen vor und nach den Kämpfen wird viel belangloses ausgetauscht, was an sich unproblematisch ist, aber wenn man einen gesprochenen Dialog abkürzen möchte gibt es eine kleine Verzögerung die stört wenn man schneller liest als der Text erscheint und gesprochen wird. Außerdem kommt es trotz simpler Grafik bei Kameraschwenks und Zooms zu rucklern. Aber die drei nervigsten Dinge sind die miserable Tonqualität der Charaktere (klingt wie mit 32 Kbit/s komprimiert), die fehlende Lippensynchronität (Charakter hält z.B. kurz inne, aber Mund bewegt sich weiter) und der viel zu stark animierte Blendeffekt wenn ein Charakter Kleidungsstücke verloren hat (Spiele jetzt absichtlich so, dass wenig Kleidung verloren geht – und das in einem Senran Kagura Spiel. Oh die Ironie).

Kämpfe

In den Vorgängern wesentlich besser gelöst. Zum einen gibt es jetzt weit über 20 Charaktere und ich habe alle bis jetzt höchstens einmal gespielt. Das bedeutet aber auch, dass sie alle unheimlich schwach sind, keine lange Komboketten besitzen und die Kämpfe eintönig und einseitig werden lässt. Außerdem sucht und zerstört man jetzt kleine Schreine, aber die Zeit für das Suchen fließt wieder negativ in die Bewertung ein. Wenn man denn bis zur Bewertung kommt, denn bei den langsameren und schwerfälligeren Charakteren komme ich selbst auf Leicht nur mit Ach und Krach zum Ende – schlechte Bewertung inklusive. Auf Mittel brauch ich es gar nicht erst versuchen obwohl ich alle Vorgänger auf dem Schwierigkeitsgrad durchgespielt habe. Dass die Charaktere zum Teil sehr unausgeglichen sind ist da nur ein weiterer Punkt.

Ich hoffe echt, dass zumindest bei den Kämpfen irgendwann der Funke doch noch überspringt, denn sonst war das leider mein letztes Senran Kagura. Ein Gedanke mit dem ich vor einer Woche noch nicht mal gerechnet habe.

Kurzfazit Dragon Quest Heroes

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Dragon Quest ist nach Hyrule Warriors mein zweites „Musou“-Spiel und hat mir deutlich besser gefallen als die Zeldavariante. Das liegt zum einen an der deutlich besseren Grafik und den abwechslungsreicheren Gebieten. Aber auch eine Hubwelt in der man bei Händlern Waffen, Rüstungen, etc. kaufen, Aufträge annehmen, sich upgraden und unterhalten kann lockern den Spielfluss auf. Ebenfalls eine deutliche Verbesserung sind in meinen Augen die meist kürzeren Missionen, die man so schnell wiederholen kann wenn man scheitern sollte, und gleichzeitig verhindern dass man auf der Karte immer wieder zu bereits eingenommenen Festungen zurückrennen muss.

So ergibt sich trotz eher simplen Gedresches eine spaßige Gameplayloop bestehend aus kurzen Missionen gefolgt vom Erwerb neuer Ausrüstung, dem Annehmen von Quests und kleinen Storyfetzen; nichts mit wirklich viel Tiefgang aber eindeutig ein Fall von das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile, vor allem da durch die ständige Abwechslung selten Langeweile aufkommt.

Auszusetzen habe ich eigentlich nur zwei Kleinigkeiten und ein größeres Problem. Etwas nervig sind die zahlreichen Menüs und Bestätigungsabfragen durch die man sich quälen muss egal ob man eine Quest annimmt, speichert oder einen Talentpunkt verpasst. Auch unschön sind die meist mageren Belohnungen für die Sidequests und den Aufträgen an sich die einen zu oft 100 Monster eines Typs, dem man ab diesem Zeitpunkt regulär nicht wieder begegnet, erschlagen lassen.

Der mit Abstand größte Fauxpas ist, dass das Spiel mit ca. 30 Stunden Spielzeit etwa 10 Stunden zu lang geht. Irgendwann lernt man keine neuen Fähigkeiten mehr, kennt alle Missionsarten, die Story ist quasi auch ausgenudelt und das Gameplay hat sich einfach überlebt. An dieser Stelle wäre weniger einfach mehr gewesen. Trotzdem hat mich Dragon Quest Heroes absolut positiv überrascht und ehrlich gesagt freue ich mich schon leicht auf den Nachfolger, der hoffentlich den ein oder anderen Punkt noch etwas angeht.

PS: Hervorzuheben ist noch die sehr gelungene Lokalisierung von Square Enix an der es, bis auf den ein oder anderen angepassten Charakternamen, wenig auszusetzen gibt und die auch im deutschen durch Eloquenenz besticht und mit dual-audio aufwartet.

Kurzfazit Rise of the Tomb Raider

Tomb Raider

Gastbeitrag von Twaldigas

Letztes Jahr noch exklusiv für die XBOX One erschienen, ist der neuste Teil mit Lara Croft seit Ende Januar auch endlich für den PC erhältlich. Als 2013 der Neustart Button für die Tomb Raider Reihe gedrückt wurde, war ich mehr als skeptisch. Um so begeisterter war ich dann aber, als ich den Titel gespielt habe. Als ich dann Rise of the Tomb Raider vor wenigen Tagen anfing, hoffte ich, dass mich auch dieser Teil zumindest genauso begeistern würde. Weiterlesen

Nintendo, Lokalisierungen und Zensur

2012/2013 war die Welt noch eine andere, eine bessere. Nintendo war mir so sympathisch wie seit meiner Kindheit nicht mehr. Und warum auch nicht. Zuerst haben sie auf Fanrufe gehört und Xenoblade Chronicles, mit dem schon keiner mehr gerechnet hatte, lokalisiert. Ein super Spiel mit hervorragender englischer Synchronisation und optionaler japanischer Sprachausgabe. Nintendo ist cool!

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Dann: Fire Emblem: Awakening kommt in den Westen. Dual-Audio! Und bis auf eine einzige Sprechbox in Europa unzensiert. Nintendo ist super!!

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Und dann, ja dann, kündigt Nintendo auch noch Bravely Default an, ein klassisches JRPG von dem man schon viel positives gehört hat, Musik von Revo bietet, mit dual-audio erscheint und das Square Enix sich nicht getraut hat rüberzubringen. Nintendo ist spitze!!!

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Auch wenn sich im Nachhinein herausgestellt hat, dass zwei Kostüme editiert wurden, blieben Dinge wie die Rotmagier Nebenquest unangetastet.

2012/2013 war Nintendo zusammen mit Xseed einer meiner absoluten Lieblingspublisher. Und aus gutem Grund: Spitzenspiele, allesamt lokalisiert, alle mit dual-audio und nahezu unzensiert. Nintendo ist Liebe!!!!

3 JAHRE SPÄTER

Mit Xenoblade Chronicles X, Fire Emblem: Fates und Bravely Second stehen dieses Jahr die Fortsetzungen dieser drei großartigen Spiele an oder sind gerade erschienen. Eigentlich Grund zur Freude, aber in 2015 zeichnete sich bereits zur Veröffentlichung von Fatal Frame: Maiden of Black Water durch Nintendo ab, was uns später noch erwarten sollte.

Denn immerhin handelt es sich bei Fatal Frame 5 um ein Horrorspiel für Erwachsene mit PEGI- und USK-Freigaben ab 18 Jahren. Und trotzdem hat Nintendo Kostüme entfernt und Zwischensequenzen geändert. Nicht cool Nintendo!

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Für Nintendo schlimmer als jeder Horror, trotz Freigabe ab 18

Als nächstes erschien im Dezember 2015 Xenoblade Chronicles X und im Gegensatz zum Vorgänger hat Nintendo geschnitten und zensiert wo es nur ging: Kein dual-audio mehr, Schnitte bei der Charaktererstellung, dutzenden von (!) Kostümen, Dialogen und alles was man sich noch vorstellen kann. Das geht gar nicht Nintendo!!

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Im Westen gibt es wie im echten Leben nur eine Brustgöße

Fire Emblem: Fates erscheint bald in Nordamerika und die meisten Newsstories zum Spiel drehen sich um all die Dinge die zensiert wurden. So fehlt die japanische Sprachausgabe, Teile der Handlung werden umgeschrieben, Charaktere geändert, Gameplay entfernt, etc. pp. Echt bescheiden Nintendo!!!

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Sie sehen: Eindeutig pornographischer Inhalt der zensiert werden musste

Und auch Bravely Default erhält mit Bravely Second einen heiß erwarteten Nachfolger. Nur begnügt man sich diesmal nicht damit ein paar Kostüme zu ändern, man ändert gleich die ganze Ethnizität mit! Und uns werden auf jeden Fall mehr noch unbekannte Zensure erwarten. Derzeit geht man davon aus, dass es auch hier wieder kein dual-audio geben wird [Update: In einem aktuellen Trailer steht, wider Erwarten, dass das Spiel auch über die japanische Sprachausgabe verfügen wird]. Unterste Schublade Nintendo!!!!

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Indianer durch Cowboys zu ersetzen – Kulturell sehr sensibel und absolut notwendig!

Früher war alles besser

Binnen drei Jahren hat Nintendo eine volle Kehrtwende hingelegt. Verfügten früher alle Spiele über die japanische Sprachausgabe und waren, bis auf höchstens mal ein bis zwei angepasste Kostüme, identisch zur Originalversion, so setzt man heute die Zensurschere an jeder Ecke an, egal ob Sprachausgabe, Handlung, Charaktere oder Kostüme – nichts ist heilig, alles steht zur Disposition.

Am schlimmsten ist, dass Nintendo die eigenen Spiele nicht als Kunst ansieht, die Visionen der Schöpfer egal sind und sich für die eigenen erwachsenen Spieler nicht interessiert. Denn wäre irgendwas davon der Fall, würden wir so eine ausufernde und unverhältnismäßige Selbstzensur nicht erleben.

Ich ziehe meine Konsequenzen daraus und werde den Fehler den ich mit Xenoblade Chronicles X begangen habe – und das immer noch originalverpackt bei mir in der Ecke liegt – nicht wiederholen und diesen Zensurwahnsinn boykottieren. Denn drei Jahre später muss ich leider sagen: Du bist das letzte Nintendo!!!!

the end

Kurzfazit Undertale

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Achtung: Enthält Spoiler

Undertale kam gefühlt aus dem Nichts und ist plötzlich von einer überraschend großen Menge an Leuten in den Himmel und höher gelobt und von einer Minderheit zerrissen worden. Da dachte ich die Sache wäre klar, ich würde in eines dieser beiden Lager fallen. Zu meiner Überraschung würde ich aber sagen ich fall dazwischen, Undertale ist für mich ein knappes 8 von 10 Punkte Spiel – durchspielen, gut Spaß haben und vergessen.

Da sind einerseits die vielen positiven Aspekte wie die interessanten Charaktere, das Spielen mit Gameplaymechaniken und der Soundtrack. Alles Dinge die mir gefallen und mich vorangetrieben haben. Gestört habe ich mich hingegen am kleinen Inventar, dem vielen Backtracking, der – vom Gegnerdesign abgesehen – bestenfalls zweckdienlichen Grafik und einigen schwächeren/nervigen Puzzeln.

Was für eine große Menge an Spielern Undertale anscheinend so revolutionär macht sind viele der Ereignisse am Ende des Spiels – der Spieler ist in Wirklichkeit der Böse, der finale Bosskampf sprengt Gameplayregeln, es werden Speicherstände manipuliert, etc. Das hat bei mir leider aus zwei Gründen nicht gezündet: Zum einen passierte das alles erst in der letzten Stunde des Spiels und ich habe wirklich alles davon schon mal in der ein oder anderen Form gesehen, sei es in Shadow of the Colossus, Nier oder selbst Bravely Default.

Deswegen war ich mit meinem Neutrale Ending (Papyrusversion) auch zufrieden und habe nach 20 Minuten meinen zweiten Anlauf das Spiel für das True Pacifist Ending durchzuspielen abgebrochen, da ich 90% der Zeit damit beschäftigt sein werde die selben Puzzles in der selben biederen Grafik zu lösen und die selben Gegner auf deutlich anspruchsvollere Weise zu „besiegen“. Mal schauen, vielleicht irgendwann mal.

Ersteindruck Yakuza 5

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Ich habe bisher etwa 30 Stunden in Yakuza 5 verbracht und dabei unheimlich viel Spaß, noch deutlich mehr als bei den beiden PS3-Vorgängern. Dafür sorgen einfache, aber essentielle Änderungen wie das Anzeigen von Nebenmissionen auf der Karte und vor allem die noch größere spielerische Abwechslung: Verschiedene Hauptcharaktere, Nebenaufgaben wie Taxifahren und Jagen, ernste Storysequenzen die auch mal knapp 30 Minuten dauern können, Minispiele, alberne und abwechslungsreiche Nebenmissionen, etc. Immer wenn das aktuelle Gameplay eintönig wird fängt auch schon wieder etwas neues an.

Vor allem in der Hauptkampange merkt man das. Wo man früher noch ewig in Kamurocho herum rennt gibt es jetzt mehrere Städte und Charaktere die sich nicht nur unterschiedlich spielen sondern auch verschiedene „Jobs“ haben. Das ist cool, das macht Spaß.

Der eine Punkt der aus einem -soweit- 9,5 von 10 Punkten Spiel, nur ein 8 von 10 Punkten Spiel macht sind die ganzen Limitierungen. Zum einen technischer Natur, aufgrund der PS3 als Platform kommt es sehr häufig zum Laden und das Speichern dauert ewig und zum anderen vom Gameplay her. So hat z.B. das Jagdsegment eigentlich Spaß gemacht, wurde aber aufgrund der Dauer für das Fallen aufstellen bzw. entleeren und dem viel zu knappen Inventar deutlich herunter gezogen. Auch die ständige Rennerei im Spiel – und sei es nur um an einer Telefonzelle quälend langsam zu speichern – geht spätestens ab Storyteil 2 auf die Nerven.

Trotzdem ist Yakuza 5 soweit ein klasse Spiel und wenn bei der PS4 Version von Yakuza 0 wenigstens die ganzen technischen Limitierungen wegfallen werden, dann bin ich schon jetzt dafür gehypet!

Gedanken zum Ende von Subete ga F

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Spoiler zum Ende von Subete ga F ni Naru

Ich war ehrlich gesagt enttäuscht vom Ende der Serie. Fand ich die Überraschung in der Folge zuvor über die Tochter von der man nichts wusste noch ziemlich gelungen hat das Ende für mich nicht sonderlich viel Sinn ergeben.

Da ist zum einen „Subeta ga F“, aka „Alles wird F“. Ein Hinweis auf einen Integer-Overflow in einem selbst geschriebenen Betriebssystem. Zum einen nicht sonderlich relevant, zum anderen machte das dramaturgisch äußerst ungeschickt noch eine Nachhilfe in Informatik notwendig.

Aber die eigentliche Krux die ich mit dem Ende hatte ist das Motiv für den ersten Mord und die Planänderung. Selbst wenn man zugunsten der Serie die abnormale und schon psychopathisch anmutende Denkweise von Shiki und die unabschätzbaren Folgen auf die Psyche ihrer Tochter durch das Aufwachsen in vollkommener Isolation mit der Mutter nur innerhalb einer kleinen Wohnung berücksichtigt, hätte man den ursprünglichen Plan noch irgendwie rechtfertigen können. Shiki entledigt sich mittels ihrer Tochter von ihrem Onkel und beendet auf die gleiche Weise ihr Leben. Es bleibt ihre Tochter – Ende.

Aber durch Moe’s Gespräch mit Shikis Tochter fängt diese an über sich und alles andere Gedanken zu machen und nicht mehr blind ihrer Mutter zu gehorchen, also „frei“ zu sein. Und da ihre Tochter ihr nun nicht mehr gehorcht wechselt Shiki den Platz mit ihr und bringt sie um statt von ihr umgebracht zu werden. So geschehen, aber warum?

War nicht der Hauptgrund aus dem Shiki ihre eigenen Eltern umgebracht hat, dass sie es für unverzeihlich gefunden hätte ihre Tochter nicht zur Welt bringen zu dürfen? Und eben diese Tochter bringt sie Jahrzehnte später um, nur um den Mann umzubringen den sie liebt und dazu noch hätte zu Anfang gleich zusammen mit ihren Eltern umbringen können?

Und was mit Shikis Tochter nach ihrem Sinneswandel passiert ist wurde bis auf das Endresultat auch nie geklärt, sondern nur vage in den Raum gestellt, dass sie sich nach Freiheit gesehnt hätte. Aber wäre sie beim ursprünglichen Plan nach dem Mord an ihrem Vater nicht sowieso frei gewesen? Und selbst wenn sie das bereits als Zwang empfunden hätte, warum hat sie nicht das Gefängnis verlassen, es galt immerhin nur ihrer Mutter? Jedenfalls erscheint es mir mehr als fragwürdig ob sie den Tod freiwillig gewählt hätte, wie angedeutet, nachdem sie sich anscheinend aus den Fängen ihrer Mutter befreien wollte. Ein Umstand der spätestens hier Shiki zur Psychopathin machen würde.

Und zuletzt: Ganz egal wie jung Shiki ihre Tochter bekommen hat, keiner kann obgleich fehlender Gliedmaße und Schminke den Unterschied zwischen einer ca. 30 und einer ca. 15 Jährigen erkennen? Von DNA-Tests gar nicht erst zu reden.

Der Bogen von „Hey, bring deinen Vater und mich um“ – „ok“ hin zu „ich tu es doch nicht“ – „ok dann bring ich eben dich und deinen Vater um“ war mir auf jeden Fall zu weit und vor allem nicht nachvollziehbar gespannt. Bleibt mein übliches Fazit für solche Fälle: Schade.

Ersteindruck Tales of Zestiria

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Ich bin mit Tales of Zestiria noch nicht so recht warm geworden, was an vielen Dingen liegt. Auf der technischen Seite haben wir ein Spiel mit Grafik auf PS3 Niveau was sich deutlich durch verwaschenene Texturen und einen niedrigen geometrischen Detailgrad bemerkbar macht. Dazu läuft das Spiel auch auf der PS4 nur mit 30 fps wie Bandai Namco immerhin vorab bekannt gegeben hat. Während dies alles zu erwarten war, da es sich um einen einfachen PS3 Port handelt, so ist trotzdem unverständlich wieso das anisotropic filtering so schlecht ist und auch andauernd Pop-Ups deutlich nerven. Beides Dinge die sehr einfach zu ändern und keinerlei Problem für die PS4 gewesen wären. Überdies auch absolut unverständlich warum das Spiel nur circa 12,5 Gb groß ist, was leider dazu führt dass Zwischensequenzen schlecht komprimiert sind und in gesprochenen Dialogen, z.B. in Skits, andauernd Kompressionsartefakte hörbar sind. Es bleiben immerhin die höhere Auflösung und die (wahrscheinlich) kürzeren Ladezeiten als Vorteil gegenüber der PS3 Version. Weiterlesen

Kurzes Fazit zu Yakuza 4

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Nach knapp 50 Stunden bin ich durch mit Yakuza 4, einem Spiel mit vielen Stärken und Schwächen. Neben den zahlreichen Nebenbeschäftigungen und Minispielchen, haben für mich vor allem die Story und der Fokus auf vier unterschiedliche Hauptcharaktere das Spiel getragen. Die Story macht bis zum Ende hin zwar eine Wendung nach der anderen, bedient sich aller erdenklichen Klischees, und das auch mehrfach, aber zieht einen trotzdem mit und schafft es permanente Neugierde zu schaffen wie es denn nun weiter geht. Und die vier unterschiedlichen Hauptcharaktere mit unterschiedlichen Kampfmoves, Bekannten, Verstecken und Einblicken in die Handlung lockern das ganze deutlich auf, damit sich keine Langeweile einschleicht. Zahlreiche Nebenquests, die alle entweder den Charakteren mehr Hintergrund verleihen, abgedreht oder einfach nur interessant sind, runden das Ganze ab.

Die beiden größten Mankos müssen die Limitierungen der Open World durch die PS3, inkl. Rucklern, häufigem Laden, etc., und das Budget bzw. der Zeitdruck für Yakuza 4 gewesen sein. Zweites merkt man daran, dass viele Zeilen Dialog nicht vertont sind, es kaum neue Gebiete gibt und sich Dinge wie die Revelations teilweise wiederholen. Dazu gesellen sich kleinere Nervigkeiten in der Spielmechanik wie dem Finden von Nebenmissionen praktisch nur via Internetguide, dem permanenten und irgendwann eintönigen Gerenne durch Kamurocho für die Nebenmissionen und dergleichen – um einen gefundenen Spindschlüssel aufzuheben muss man z.B. diverse Textboxen bestätigen und eine lange Animationsphase abwarten.

tl;dr: Yakuza 4 hat tolle Charaktere, eine kitschige aber interessante Handlung und ein dank Heatactions spaßiges Kampfsystem, aber die PS3, Budget- und Zeitlimitierungen und kleinere Designprobleme trüben den Spaß etwas