Kurzfazit Dragon Quest Heroes

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Dragon Quest ist nach Hyrule Warriors mein zweites „Musou“-Spiel und hat mir deutlich besser gefallen als die Zeldavariante. Das liegt zum einen an der deutlich besseren Grafik und den abwechslungsreicheren Gebieten. Aber auch eine Hubwelt in der man bei Händlern Waffen, Rüstungen, etc. kaufen, Aufträge annehmen, sich upgraden und unterhalten kann lockern den Spielfluss auf. Ebenfalls eine deutliche Verbesserung sind in meinen Augen die meist kürzeren Missionen, die man so schnell wiederholen kann wenn man scheitern sollte, und gleichzeitig verhindern dass man auf der Karte immer wieder zu bereits eingenommenen Festungen zurückrennen muss.

So ergibt sich trotz eher simplen Gedresches eine spaßige Gameplayloop bestehend aus kurzen Missionen gefolgt vom Erwerb neuer Ausrüstung, dem Annehmen von Quests und kleinen Storyfetzen; nichts mit wirklich viel Tiefgang aber eindeutig ein Fall von das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile, vor allem da durch die ständige Abwechslung selten Langeweile aufkommt.

Auszusetzen habe ich eigentlich nur zwei Kleinigkeiten und ein größeres Problem. Etwas nervig sind die zahlreichen Menüs und Bestätigungsabfragen durch die man sich quälen muss egal ob man eine Quest annimmt, speichert oder einen Talentpunkt verpasst. Auch unschön sind die meist mageren Belohnungen für die Sidequests und den Aufträgen an sich die einen zu oft 100 Monster eines Typs, dem man ab diesem Zeitpunkt regulär nicht wieder begegnet, erschlagen lassen.

Der mit Abstand größte Fauxpas ist, dass das Spiel mit ca. 30 Stunden Spielzeit etwa 10 Stunden zu lang geht. Irgendwann lernt man keine neuen Fähigkeiten mehr, kennt alle Missionsarten, die Story ist quasi auch ausgenudelt und das Gameplay hat sich einfach überlebt. An dieser Stelle wäre weniger einfach mehr gewesen. Trotzdem hat mich Dragon Quest Heroes absolut positiv überrascht und ehrlich gesagt freue ich mich schon leicht auf den Nachfolger, der hoffentlich den ein oder anderen Punkt noch etwas angeht.

PS: Hervorzuheben ist noch die sehr gelungene Lokalisierung von Square Enix an der es, bis auf den ein oder anderen angepassten Charakternamen, wenig auszusetzen gibt und die auch im deutschen durch Eloquenenz besticht und mit dual-audio aufwartet.

Kurzfazit Rise of the Tomb Raider

Tomb Raider

Gastbeitrag von Twaldigas

Letztes Jahr noch exklusiv für die XBOX One erschienen, ist der neuste Teil mit Lara Croft seit Ende Januar auch endlich für den PC erhältlich. Als 2013 der Neustart Button für die Tomb Raider Reihe gedrückt wurde, war ich mehr als skeptisch. Um so begeisterter war ich dann aber, als ich den Titel gespielt habe. Als ich dann Rise of the Tomb Raider vor wenigen Tagen anfing, hoffte ich, dass mich auch dieser Teil zumindest genauso begeistern würde. Weiterlesen

Nintendo, Lokalisierungen und Zensur

2012/2013 war die Welt noch eine andere, eine bessere. Nintendo war mir so sympathisch wie seit meiner Kindheit nicht mehr. Und warum auch nicht. Zuerst haben sie auf Fanrufe gehört und Xenoblade Chronicles, mit dem schon keiner mehr gerechnet hatte, lokalisiert. Ein super Spiel mit hervorragender englischer Synchronisation und optionaler japanischer Sprachausgabe. Nintendo ist cool!

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Dann: Fire Emblem: Awakening kommt in den Westen. Dual-Audio! Und bis auf eine einzige Sprechbox in Europa unzensiert. Nintendo ist super!!

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Und dann, ja dann, kündigt Nintendo auch noch Bravely Default an, ein klassisches JRPG von dem man schon viel positives gehört hat, Musik von Revo bietet, mit dual-audio erscheint und das Square Enix sich nicht getraut hat rüberzubringen. Nintendo ist spitze!!!

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Auch wenn sich im Nachhinein herausgestellt hat, dass zwei Kostüme editiert wurden, blieben Dinge wie die Rotmagier Nebenquest unangetastet.

2012/2013 war Nintendo zusammen mit Xseed einer meiner absoluten Lieblingspublisher. Und aus gutem Grund: Spitzenspiele, allesamt lokalisiert, alle mit dual-audio und nahezu unzensiert. Nintendo ist Liebe!!!!

3 JAHRE SPÄTER

Mit Xenoblade Chronicles X, Fire Emblem: Fates und Bravely Second stehen dieses Jahr die Fortsetzungen dieser drei großartigen Spiele an oder sind gerade erschienen. Eigentlich Grund zur Freude, aber in 2015 zeichnete sich bereits zur Veröffentlichung von Fatal Frame: Maiden of Black Water durch Nintendo ab, was uns später noch erwarten sollte.

Denn immerhin handelt es sich bei Fatal Frame 5 um ein Horrorspiel für Erwachsene mit PEGI- und USK-Freigaben ab 18 Jahren. Und trotzdem hat Nintendo Kostüme entfernt und Zwischensequenzen geändert. Nicht cool Nintendo!

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Für Nintendo schlimmer als jeder Horror, trotz Freigabe ab 18

Als nächstes erschien im Dezember 2015 Xenoblade Chronicles X und im Gegensatz zum Vorgänger hat Nintendo geschnitten und zensiert wo es nur ging: Kein dual-audio mehr, Schnitte bei der Charaktererstellung, dutzenden von (!) Kostümen, Dialogen und alles was man sich noch vorstellen kann. Das geht gar nicht Nintendo!!

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Im Westen gibt es wie im echten Leben nur eine Brustgöße

Fire Emblem: Fates erscheint bald in Nordamerika und die meisten Newsstories zum Spiel drehen sich um all die Dinge die zensiert wurden. So fehlt die japanische Sprachausgabe, Teile der Handlung werden umgeschrieben, Charaktere geändert, Gameplay entfernt, etc. pp. Echt bescheiden Nintendo!!!

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Sie sehen: Eindeutig pornographischer Inhalt der zensiert werden musste

Und auch Bravely Default erhält mit Bravely Second einen heiß erwarteten Nachfolger. Nur begnügt man sich diesmal nicht damit ein paar Kostüme zu ändern, man ändert gleich die ganze Ethnizität mit! Und uns werden auf jeden Fall mehr noch unbekannte Zensure erwarten. Derzeit geht man davon aus, dass es auch hier wieder kein dual-audio geben wird [Update: In einem aktuellen Trailer steht, wider Erwarten, dass das Spiel auch über die japanische Sprachausgabe verfügen wird]. Unterste Schublade Nintendo!!!!

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Indianer durch Cowboys zu ersetzen – Kulturell sehr sensibel und absolut notwendig!

Früher war alles besser

Binnen drei Jahren hat Nintendo eine volle Kehrtwende hingelegt. Verfügten früher alle Spiele über die japanische Sprachausgabe und waren, bis auf höchstens mal ein bis zwei angepasste Kostüme, identisch zur Originalversion, so setzt man heute die Zensurschere an jeder Ecke an, egal ob Sprachausgabe, Handlung, Charaktere oder Kostüme – nichts ist heilig, alles steht zur Disposition.

Am schlimmsten ist, dass Nintendo die eigenen Spiele nicht als Kunst ansieht, die Visionen der Schöpfer egal sind und sich für die eigenen erwachsenen Spieler nicht interessiert. Denn wäre irgendwas davon der Fall, würden wir so eine ausufernde und unverhältnismäßige Selbstzensur nicht erleben.

Ich ziehe meine Konsequenzen daraus und werde den Fehler den ich mit Xenoblade Chronicles X begangen habe – und das immer noch originalverpackt bei mir in der Ecke liegt – nicht wiederholen und diesen Zensurwahnsinn boykottieren. Denn drei Jahre später muss ich leider sagen: Du bist das letzte Nintendo!!!!

the end

Kurzfazit Undertale

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Achtung: Enthält Spoiler

Undertale kam gefühlt aus dem Nichts und ist plötzlich von einer überraschend großen Menge an Leuten in den Himmel und höher gelobt und von einer Minderheit zerrissen worden. Da dachte ich die Sache wäre klar, ich würde in eines dieser beiden Lager fallen. Zu meiner Überraschung würde ich aber sagen ich fall dazwischen, Undertale ist für mich ein knappes 8 von 10 Punkte Spiel – durchspielen, gut Spaß haben und vergessen.

Da sind einerseits die vielen positiven Aspekte wie die interessanten Charaktere, das Spielen mit Gameplaymechaniken und der Soundtrack. Alles Dinge die mir gefallen und mich vorangetrieben haben. Gestört habe ich mich hingegen am kleinen Inventar, dem vielen Backtracking, der – vom Gegnerdesign abgesehen – bestenfalls zweckdienlichen Grafik und einigen schwächeren/nervigen Puzzeln.

Was für eine große Menge an Spielern Undertale anscheinend so revolutionär macht sind viele der Ereignisse am Ende des Spiels – der Spieler ist in Wirklichkeit der Böse, der finale Bosskampf sprengt Gameplayregeln, es werden Speicherstände manipuliert, etc. Das hat bei mir leider aus zwei Gründen nicht gezündet: Zum einen passierte das alles erst in der letzten Stunde des Spiels und ich habe wirklich alles davon schon mal in der ein oder anderen Form gesehen, sei es in Shadow of the Colossus, Nier oder selbst Bravely Default.

Deswegen war ich mit meinem Neutrale Ending (Papyrusversion) auch zufrieden und habe nach 20 Minuten meinen zweiten Anlauf das Spiel für das True Pacifist Ending durchzuspielen abgebrochen, da ich 90% der Zeit damit beschäftigt sein werde die selben Puzzles in der selben biederen Grafik zu lösen und die selben Gegner auf deutlich anspruchsvollere Weise zu „besiegen“. Mal schauen, vielleicht irgendwann mal.

Ersteindruck Yakuza 5

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Ich habe bisher etwa 30 Stunden in Yakuza 5 verbracht und dabei unheimlich viel Spaß, noch deutlich mehr als bei den beiden PS3-Vorgängern. Dafür sorgen einfache, aber essentielle Änderungen wie das Anzeigen von Nebenmissionen auf der Karte und vor allem die noch größere spielerische Abwechslung: Verschiedene Hauptcharaktere, Nebenaufgaben wie Taxifahren und Jagen, ernste Storysequenzen die auch mal knapp 30 Minuten dauern können, Minispiele, alberne und abwechslungsreiche Nebenmissionen, etc. Immer wenn das aktuelle Gameplay eintönig wird fängt auch schon wieder etwas neues an.

Vor allem in der Hauptkampange merkt man das. Wo man früher noch ewig in Kamurocho herum rennt gibt es jetzt mehrere Städte und Charaktere die sich nicht nur unterschiedlich spielen sondern auch verschiedene „Jobs“ haben. Das ist cool, das macht Spaß.

Der eine Punkt der aus einem -soweit- 9,5 von 10 Punkten Spiel, nur ein 8 von 10 Punkten Spiel macht sind die ganzen Limitierungen. Zum einen technischer Natur, aufgrund der PS3 als Platform kommt es sehr häufig zum Laden und das Speichern dauert ewig und zum anderen vom Gameplay her. So hat z.B. das Jagdsegment eigentlich Spaß gemacht, wurde aber aufgrund der Dauer für das Fallen aufstellen bzw. entleeren und dem viel zu knappen Inventar deutlich herunter gezogen. Auch die ständige Rennerei im Spiel – und sei es nur um an einer Telefonzelle quälend langsam zu speichern – geht spätestens ab Storyteil 2 auf die Nerven.

Trotzdem ist Yakuza 5 soweit ein klasse Spiel und wenn bei der PS4 Version von Yakuza 0 wenigstens die ganzen technischen Limitierungen wegfallen werden, dann bin ich schon jetzt dafür gehypet!

Ersteindruck Tales of Zestiria

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Ich bin mit Tales of Zestiria noch nicht so recht warm geworden, was an vielen Dingen liegt. Auf der technischen Seite haben wir ein Spiel mit Grafik auf PS3 Niveau was sich deutlich durch verwaschenene Texturen und einen niedrigen geometrischen Detailgrad bemerkbar macht. Dazu läuft das Spiel auch auf der PS4 nur mit 30 fps wie Bandai Namco immerhin vorab bekannt gegeben hat. Während dies alles zu erwarten war, da es sich um einen einfachen PS3 Port handelt, so ist trotzdem unverständlich wieso das anisotropic filtering so schlecht ist und auch andauernd Pop-Ups deutlich nerven. Beides Dinge die sehr einfach zu ändern und keinerlei Problem für die PS4 gewesen wären. Überdies auch absolut unverständlich warum das Spiel nur circa 12,5 Gb groß ist, was leider dazu führt dass Zwischensequenzen schlecht komprimiert sind und in gesprochenen Dialogen, z.B. in Skits, andauernd Kompressionsartefakte hörbar sind. Es bleiben immerhin die höhere Auflösung und die (wahrscheinlich) kürzeren Ladezeiten als Vorteil gegenüber der PS3 Version. Weiterlesen

Kurzes Fazit zu Yakuza 4

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Nach knapp 50 Stunden bin ich durch mit Yakuza 4, einem Spiel mit vielen Stärken und Schwächen. Neben den zahlreichen Nebenbeschäftigungen und Minispielchen, haben für mich vor allem die Story und der Fokus auf vier unterschiedliche Hauptcharaktere das Spiel getragen. Die Story macht bis zum Ende hin zwar eine Wendung nach der anderen, bedient sich aller erdenklichen Klischees, und das auch mehrfach, aber zieht einen trotzdem mit und schafft es permanente Neugierde zu schaffen wie es denn nun weiter geht. Und die vier unterschiedlichen Hauptcharaktere mit unterschiedlichen Kampfmoves, Bekannten, Verstecken und Einblicken in die Handlung lockern das ganze deutlich auf, damit sich keine Langeweile einschleicht. Zahlreiche Nebenquests, die alle entweder den Charakteren mehr Hintergrund verleihen, abgedreht oder einfach nur interessant sind, runden das Ganze ab.

Die beiden größten Mankos müssen die Limitierungen der Open World durch die PS3, inkl. Rucklern, häufigem Laden, etc., und das Budget bzw. der Zeitdruck für Yakuza 4 gewesen sein. Zweites merkt man daran, dass viele Zeilen Dialog nicht vertont sind, es kaum neue Gebiete gibt und sich Dinge wie die Revelations teilweise wiederholen. Dazu gesellen sich kleinere Nervigkeiten in der Spielmechanik wie dem Finden von Nebenmissionen praktisch nur via Internetguide, dem permanenten und irgendwann eintönigen Gerenne durch Kamurocho für die Nebenmissionen und dergleichen – um einen gefundenen Spindschlüssel aufzuheben muss man z.B. diverse Textboxen bestätigen und eine lange Animationsphase abwarten.

tl;dr: Yakuza 4 hat tolle Charaktere, eine kitschige aber interessante Handlung und ein dank Heatactions spaßiges Kampfsystem, aber die PS3, Budget- und Zeitlimitierungen und kleinere Designprobleme trüben den Spaß etwas

Die Tales of Zestiria Collector’s Edition

Inhalt der deutschen Collector's Edition von Tales of Zestiria

Inhalt der deutschen Collector’s Edition von Tales of Zestiria

Im Oktober erscheint Tales of Zestiria auch bei uns und was die Veröffentlichung angeht besteht vollumfänglich Grund zur Freude. Bandai Namco hat auf westliche Fans gehört und bringt das Spiel zum einen, neben der PS3, auch für die PS4 raus. zum anderen hat man auch auf Fans der Japanischen Originalsynchros gehört und bringt erstmals einen neuen Tales of-Titel mit dual-audio im Westen raus (super!). Und auch eine Collector’s Edition wird es geben und deren Inhalte wurden gerade angekündigt.

Positiv ins Auge stechen mir dabei die Box, das hübsche extra Steelbook, das Hardcoverartbook und die vier Chibi-Figuren. Zu dem Stück Stoff mit dem Heiligtumsartwork habe ich keine Meinung, aber mehr Inhalt ist ja nie verkehrt. Woran ich mich etwas stoße und negativer sehe ist zunächst der unvollständige Soundtrack (was einem dann als „speziell ausgewählte Musik“ verkauft wird). Das wirkt in meinen Augen immer als ob man nur eine Lightversion bekommt und sich doch bitte noch den gesamten Soundtrack importieren soll. Auch nicht so toll gelöst ist das mit dem DLC. Wenn man ihn schon nicht einfach mit ins Spiel packt, dann doch bitte einfach die Codes mit dem Spiel liefern und nicht erst noch eine Registrierung irgendwo im Internet notwendig machen.

Zuletzt und gleichzeitig der größte und unverständlichste Kritikpunkt ist, dass die OVA anscheinend nur auf einer DVD beiliegt, wo das ohne Probleme auch eine Bluray hätte sein können. Immerhin hat jeder Käufer der Collector’s Edition einen Blurayplayer in Form der PS4. Hier hätte also nichts dagegen gesprochen eine qualitativ deutlich höherwertige Version mitzuliefern.

Aber, wie meine Einleitung hat vielleicht schon durchblicken lassen, ist das alles Meckern auf hohem Niveau. Eine PS3-, PS4- und Steam-Version, dual-audio, Lokalisierung im selben Jahr, eine Special Edition, Vorbestellerboni und eine Collector’s Edition mit vielen tollen Extras. Da kann man eigentlich wirklich kaum noch meckern, sondern sich nur noch freuen 😀

Aufregung über Shenmue 3 – Viel heiße Luft um recht wenig

„Vor kurzem hat uns ein Entwickler erzählt, dass er ein bei den Fans beliebtes Spiel für PC und PS4 zu Kickstarter bringt. Nun das ist absolut sein Projekt, aber wir wollten diese Ankündigung auf unserer Bühne feiern.“ erzählte Adam Boyes auf der Sony E3 Pressekonferenz (auf Englisch, Übersetzung durch mich), kurz darauf gefolgt von einem Shenmue 3-Teasertrailer in dem Yu Suzuki sagt „Ich habe nach der Möglichkeit gesucht [Shenmue 3 zu veröffentlichen]. Ich habe mich entschieden Shenmue 3 durch Kickstarter aufzubauen.“ (auf Englisch, Übersetzung durch mich).

Diese Ankündigung, die anfangs Begeisterungsstürme auslöste, liegt nun vielen schwer im Magen. Auf Gamepro und Gamestar ist in einer Kolumne von „Perversion“, „Scheinheiligkeit“, „Lüge“, „Missbrauch“ und weiteren, ähnlich unschönen Worten in Richtung Sony zu lesen, bei Hooked FM spricht man von „Fanverarsche“ und „übelste[r] Verarsche“, und selbst heise schreibt wenig positiv „Sony lässt Fans ‚Shenmue 3‘ zunächst auf Kickstarter vorfinanzieren, die damit auch das Risiko für einen Flop tragen.“

Was zwischen der Ankündigung und diesen Reaktionen passiert ist und warum ich sie bestenfalls überzogen bis schlicht falsch halte im Folgenden. Weiterlesen

Ersteindruck Splatoon

Spontankauf - Splatoon

Spontankauf – Splatoon

Ich bin dem Hype erlegen und habe mir am Freitag spontan Splatoon zugelegt, und das wobei ich eigentlich keinerlei kompetitive Onlinespiele spiele. Das Erlebnis beginnt positiv, Disc rein und nach weniger als einer Minute ist man im Spiel – keine Installation, kein Day-One-Patch. Die Grafik ist durchgehend ansprechend, kreativ und die Performance bis auf die eher unwichtige Lobby butterweich mit 60 fps. Positiv weiter geht es mit dem schnellen finden von Teams zum spielen und kurzen Ladezeiten. Die Zeit zwischen zwei Matches, inklusive Ergebnisanzeige, Spielersuche und Ladezeiten, beträgt fast nie mehr als eine Minute. DIe Matches gehen schnell und mir gefällt besonders dass der Fokus mehr auf dem taktischen Einfärben als dem reinen Gegnertöten liegt. Der SIngleplayermodus der auch vorhanden ist macht ebenfalls Spaß und auch wenn er keine große Story bietet so sind doch nahezu alle circa 30 Level eigens für diesen kreiert worden und bietet sogar eigene Bosskämpfe und Belohnungen für den Multiplayerteil.

Weniger toll sind die relativ häufigen Verbindungsprobleme die dazu führen können dass man nach der Hälfte eines Matches einfach rausfliegt oder man mit drei statt vier Spielern startet und damit das Spiel schon am Anfang gelaufen ist. Auch wirkt das Matchmaking teilweise nicht ideal wenn ein Team mit dem anderen den Boden wischt und das vorher anhand der Spielerlevels- oder waffen bereits abzusehen war. Apropos Waffen, davon gibt es zwar eine ganze Reihe, aber wirklich genutzt werden meist nur drei bis vier in verschiedenen Varianten. Das ist allerdings weitaus weniger tragisch als der Umstand dass es nur ganze fünf Karten gibt und davon sogar immer nur jeweils zwei in der aktuellen Rotation sind. Ich habe dadurch heute die gleiche Map fünf mal hintereinander gespielt. Zwei weitere Kleinigkeiten sind die Steuerung die weder mit noch ohne Gyrosensor im Gamepad so richtig ideal ist und das Springen zu verbündeten Spielern, es kommt einfach so häufig vor dass man direkt beim Landen ohne Chance nieder gestreckt wird weil man so lange vorher deutlich sichtbar für alle angekündigt wird. Drei mal in Folge beim Landen von einem Roller erwischt werden ist schon irgendwie frustig.

Soweit macht Splatoon Spaß. Nur für die Zukunft hoffe ich dass die Verbindungsabbrüche zum Teil durch Patches behoben werden können und bald neue Maps kommen. Denn so toll die vorhandenen sind, fünf Stück sind einfach zu wenig.