Ersteindruck Senran Kagura Shinovi Versus

Nach Senran Kagura Burst für den 3DS habe ich mich nun an Shinovi Versus für die Vita gemacht und bisher die Geschichte der Gessen-Mädels inklusive Nebenstorys durchgespielt. Größtes Upgrade im Vergleich zum 3DS-Vorgänger ist wohl die hübschere Grafik, die zusammen mit dem teils fetzigeren Soundtrack die Präsentation ordentlich aufwertet. Leider bringt die aufwendigere Präsentation die Vita auch häufiger zum straucheln und die Framerate leidet deutlich. Da freue ich mich darauf, dass der nächste Teil für Sonyplatformen, Estival Versus, auch für die PS4 erscheint.

Die Anzahl der Charaktere wurde im Vergleich zu Burst mal eben auf über zwanzig verdoppelt und die meisten sind, nicht zuletzt wegen der unterschiedlichen Moves und Special, eine Bereicherung. Dafür ist die Handlung nach wie vor bestenfalls auf Fanficniveau. Wenn die ganze Zeit immer nur die Rede von „bösen“ und „guten“ Shinobi ist, aber nie konkrete Beispiele aufgeführt werden was sie so treiben, dann gibt es wie auch die Gessenmädels am Ende ihrer Story erkennen, praktisch keinen Unterschied zwischen Gut und Böse. Dazu kommt dass die Übersetzung von Xseed stellenweise etwas frei ist, was aber bei der angesprochenen Qualität der Story nicht weiter tragisch ist. Größte Verbesserung an dieser Stelle im Vergleich zu Burst: Die Visual-Novel Sequenzen fallen deutlich kürzer aus.

Aber seien wir ehrlich, für die Story zockt die Spiele niemand. Doch gerade bei den Kämpfen, bei denen die Mädels häufig ihre Kleidung verlieren, ist das Erlebnis durchwachsen. Einerseits ist die dritte Dimension eine Bereicherung, andererseits gleichzeitig das größte Problem, da der Gegnerlock-on nur leidlich funktioniert und man häufig desorientiert ist. Und häufig verdrischt man gegnerische Bosse entweder geradezu oder hat seine liebe Not zurecht zu kommen, einfach aufgrund der Kombination der unterschiedlichen Kampfstile, und während dies die Kämpfe interessanter macht kann es auch frustrierend sein. Letzter Punkt: Während man in Burst immer wieder durch die immergleichen Gegenden lief, sind in Shinovi Versus die einzelnen Missionen deutlich kürzer. Fast schon zu kurz, bis auf den obligatorischen Bosskampf kämpft man höchstens für Augenblicke gegen normale Gegner.

Alles in allem halte ich Shinovi Versus für eine Verbesserung, aber gerade die Probleme den richtigen Gegner aufgrund der Kamera zu erwischen und die arg kurze Missionslänge halten das Spiel schon zurück. Dazu kommt das arg triviale Kampfsystem mit dem ich aber weniger ein Problem habe.

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