Erster Eindruck: Frühlingsseason 3

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Inzwischen sind in Japan alle neuen Sendungen angelaufen und damit ist dies hier auch (wahrscheinlich) der letzte „Erster Eindruck“-Post zu dieser Season. Ein ganze Menge an interessanten Dingen wie Heroman, Ichiban Ushiro no Daimaou, Working!, K-ON!! und Senko no Night Raid! gibt es diese Season ja doch und auch Angel Beats, Arakawa under the Bridge und Mayoi Neko Overun! haben noch Potential und werden definitiv ihre Fans finden. Und los geht’s mit den neusten Serien:

Giant Killing:

Ein Fußball-Anime der etwas anderen Art. Der japanische Ex-Spieler Tatsumi reist nach Japan und schafft dort in 3 Jahren als Manager das unmögliche: Zieht einen Amateurclub auf Profiliga-Niveau. Nun kriegt er den Auftrag seine alte Mannschaft in Japan die ohne ihn ihr Niveau nicht halten konnte, wieder zu alter Größe zurückzuführen, aber nicht alle sehen Tatsumis Rückkehr mit Begeisterung. Ein Fußballanime aus einer ungewöhnlichen Perspektive: Der Manager-/Trainersicht. Interessantes Konzept trotzdem eher Shonen als Seinen.

Senko no Night Raid:

Hier dreht sich alles um eine japanische Geheimdiensteinheit bestehend aus vier Personen mit paranormalen Fähigkeiten zu Zeiten kurz vor dem zweiten Weltkrieg die in China eingesetzt wird. Die Charaktere haben interessante Fähigkeiten und Persönlichkeiten und in Folge eins wird sowohl story- als auch actionmäßig geklotzt und nicht gekleckert, allerdings kann man der Handlung teilweise nicht umbedingt Folgen, weil das Setting ungewohnt ist und man einfach reingeworfen wird. Trotzdem ist dieser klar an ein älteres Publikum gerichtete Anime sehenswert.

Mayoi Neko Overun!:

Die Animeadaption zum neusten Manga vom ToLoveRu Schöpfer. Leider war die erste Folge eher ernüchternd, denn uns wird wieder ein typischer Harem aus Kindheitsfreunding (tsundere), Enkelin des Schuldirektors (deredere) und Catgirl (verrückt/apathisch?) vorgesetzt. Könnte ja interessant sein, nur sind die Charaktere alle eine Nummer zu extrem und die Handlung der ersten Folge war recht uninteressant und wollte zu viele Dinge auf einmal. Auch blöd für einen Anime dieser Art: Zu wenig Fanservice. Da scheint beim Übergang von Manga zu Anime das ganze um einiges zahmer gemacht worden zu sein.

Kiss x Sis:

Ja was soll man dazu noch sagen? Kiss x Sis knüpft an die gleichnamigen OVAs an und handelt von Keita und seinen beiden Stiefschwestern Ako und Riko, die beide gelinde ausgedrückt, ziemlich Notgeil auf ihren Stiefbruder sind. Da die Eltern einen an der Klatsche haben und da auch kein Problem drin sehen muss sich Keita ständig den „Angriffen“ seiner beiden liebestollen Schwestern erwehren. Die TV-Variante zeigt nicht so radikale Szenen und so viel nackte Haut wie die OVAs und steht auch im Vergleich mit z.B. Ladies vs. Butlers! in diesem Bereich hinterher, allerdings ist immer noch mehr zu sehen als bei z.B. Mayoi Neko Overun!. Ob einem dieser Anime zusagt muss wohl jeder selber wissen.

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Erster Eindruck: Frühlingsseason 2

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Und weiter geht’s mit den ersten Eindrücken. Dabei sei am Rande erwähnt, dass es von Ichiban Ushiro no Daimaou, genau wie es letzte Season bei Seikon no Qwasar der Fall war, sowohl eine zensierte als auch eine unzensierte Version gibt. Ikkitousen Xtreme Xecutor fehlt, da es im Fernsehen nur in 4:3 läuft und erst die DVDs und BluRays 16:9 bieten werden.

Ichiban Ushiro no Daimaou:

Bei dieser Serie lassen sich sicherlich einige Parallelen zu Harry Potter ziehen, angefangen von der Art und Weise wie die ersten Hauptcharaktere sich treffen bis hin zur ganzen Magieakademiegeschichte, trotzdem entwickelt sich schon in der ersten Folge ein ganz eigener Charme. Endlich mal wieder ein Protagonist der schlau und selbstsicher ist und dessen größter Traum gleich in der ersten Folge wo er auf seine neue Schule kommt zunichte gemacht wird, da ihm prophezeit wird, dass er der nächste Dämonenherrscher wird. Definitiv interessant.

Working!:

Der Schüler Sota wird von Poplar, ebenfalls Schülerin, angeworben in einem Familienrestaurant zu jobben. Er geht darauf ein, aber nicht etwa wegen Interesse an dem Job, sondern an seinem Interesse an Poplar, die locker halb so alt aussieht wie sie ist. Selber beschreibt sich Sota dann auch nicht als Lolicon sondern als Minicon. Aber er ist nicht der einzige im Familienrestaurant Wagnaria der einen an der Waffel hat. Nette Comedyshow mit abgedreht Charakteren. Kann man gut mal zwischendurch gucken.

Hakuouki: Shinsengumi Kitan:

Die junge Chizuru macht sich zu Zeiten als noch die Samurais die Strassen von Tokyo füllten auf die Such nach ihrem verschwundenen Vater nur um Zeuge eines Mordes den sie nicht hätte sehen dürfen zu werden. Danach findet sie unterschlupf bei der Shinsengumi, der damaligen Polizei und einem reinen Männerverein und muss sich fortan als Junge ausgeben. Typisches Shojomaterial mit einem von vielen hübschen männlichen Männern umgebenen Mädchen. Animation und Charakterdesigns fallen beide positiv aus nur zur Story lässt sich noch nichts sagen. Mal sehen ob das dunkle Geheimnis der Shinsengumi das angedeutet wird der Sache etwas Pfeffer gibt.

Arakawa under the Bridge:

Das neuste Projekt von SHAFT dreht sich um den erfolgreichen Ko, dessen Leben von der unter einer Brücke lebenden Nino gerettet wird und verspricht ihr diese „Schuld“ gut zu machen. Was sich ernst anhört ist vielmehr eine Art Comedyserie, denn Ko legt irrsinnig hohe Maßstäbe an sich selber an und verzweifelt dann regelmäßig an Ninos Wünschen und Denkweise, denn diese hält sich z.B. für ein Alien vom Planeten Venus und schläft in -oder besser gesagt unter ihrem- Luxusbett das sie besitzt obwohl sie Obdachlos ist. Interessante Ausgangssituation und bizarre Situationen, doch zumindest ich fand es schwer Nino ohne ein Wort über die Hintergründe für ihr Handeln als gegebene Person hinzunehmen. Hoffentlich kommt da noch was. Bei der Natur der Show ist aber eher nicht davon auszugehen.

Erster Eindruck: Frühlingsseason

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So es ist mal wieder so weit. Die alte Season neigt sich dem Ende und die neue fängt gerade an. Auf Chartfags Blog gibt es wie immer eine vollständige Übersicht über alle neuen Sendungen. Hier mal ganz kurz Einschätzungen zu den ersten bereits angelaufenen Serien in der Reihenfolge nach Anlaufdatum.

Heroman:

Wohl mit eine der meist erwartetsten Serien diese Season, arbeitet doch niemand geringeres als Stan Lee daran und ausserdem wird das ganze noch von Bones animiert. Dementsprechend fällt das Ergebnis auch zu 110% wie erwartet aus. Superbe Animation, gutes Charakterdesign, eine trashige Story und eine absolut unglaubwürdige Verwandlungsursache (Blitzeinschlag) wie in Stan Lees anderen Comics auch. So muss das sein. Definitiv sehenswert.

B Gata H Kei:

Diese Sendung will Provozieren, das merkt man schon wenn man sich die Beschreibung durchliest, denn unsere jungfräuliche Protagonistin Yamada hat sich als selbsterklärtes Ziel gesetzt 100 Sexpartner zu finden und auf Liebe zu pfeiffen. Was ziemlich derbe (und nicht zwangsweise positiv) hätte werden können ist alles in allem doch recht zahm, denn Yamada verliebt sich unbewusst gleich in den ersten potentiellen Kandidaten und ist in ihrer ganzen Herangehensweise eher schüchtern und unerfahren als agressiv und schlampig. Also typische Love-Comedy mit einer recht provokanten Ausgangssituation.

Kaichou wa Maid-sama:

Typisches Shojo-Material, aber nicht umbedingt schlecht. Negativ an der ersten Folge war eigentlich nur das schrecklich grelle Design der Schuluniformen und Misakis nervig übertriebenes Auftreten in der Schule, das aber ihre Abneigung gegenüber Männern herausstellen sollte. Ansonsten bisher recht wenig Drama und Misaki sieht im Maid-Outfit einfach mal Hammer aus. Ob die Serie an sich was taugt lässt sich nach der ersten Folge allerdings noch überhaupt nicht abschätzen.

Angel Beats:

Neben Heroman und K-On S2 eine der am meisten erwarteten Serien dieser Season. Aber leider werden die Erwartungen -zumindest in der ersten Folge- nicht erfüllt. Das Setting mit der Zwischenwelt zwischen Leben und Tod nachdem man gestorben ist wirkt interessant, wird aber leider durch viele verwirrende und seltsame Regeln und Eigenschaften dieser Welt wieder getrübt. Hinzu kommt, dass man einfach rein geworfen wird in eine Story wortwörtlich um Leben und Tod, aber der Charakter der einem die Antworten geben könnte lieber seine Zeit darauf verwendet mit einem Irrsinnsaufwand (schwer Bewaffnet, ein Konzert zur Ablenkung, Industrieventilatoren, etc.) Essensgutscheine zu stehlen. Dazu kommen dann noch leider nur generische stereotypische Charakterdesigns.

Erster Eindruck: The Sacred Blacksmith

The-Sacred-Blacksmith

Wenn man dem Bild trauen darf gibt es vier Hauptcharaktäre, nicht alle davon sind in Folge 1.

Wow, ich muss ehrlich gestehen ich war von der ersten Folge von The Sacred Blacksmith richtig Überrascht. Und zwar im positiven Sinne. Zwar kann man zur Geschichte noch nicht viel sagen -Fantasy als Ausgangspunkt ist schon mal nett- aber irgendwie hat der Zeichenstil mich vollkommen vereinnahmt. Dazu passte dann auch dass alles sehr detailliert und die Szenen mit Bewegung butterweich waren. Auch geben Cecily, Luke und Lisa interessante Charaktere ab, einzig mit der Einschränkung, dass ich bei Cecily ihren Ehrgeiz und ihren Familienstolz zwar schätze, aber der leichte Tsundere-Ton ist meiner Meinung nach überflüssig gewesen. Aber es geht heute anscheinend nicht mehr ohne.

Urteil: 4 / 5

Erster Eindruck: Real Drive

Real Drive hat alles. Auch schmollende fünfzehnjährige.

Wow, was für eine erste Folge. Hier ist in 25 Minuten beinahe mehr passiert als in der gesamten zweiten Staffel von Shakugan no Shana. Und das absolut unfassbare daran: Im Gegensatz zu Shana’s Kochabenteuern war die erste Folge von Real Drive auch noch richtig interessant. Was steht denn Storytechnisch alles auf der Haben-Liste. Eine alternative Meereswelt in der Zukunft, unerklärliche Wetterphänomene die die Menschheit bedrohen, Implantate die Telepathie ermöglichen, abtauchen im Cyberspace a la Ghost in the Shell, Charaktere aus allen Altersklassen, von der fünfzehnjährigen Schülerin bis zum siebzigjährigen Opa und das alles interessant miteinander verwoben. Dazu gesellt sich ein absolut passender orchestraler Soundtrack, wunderschöne und aufwendige Animation und ein Spitzencharakterdesign. Ich mein ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzt mal weibliche Charaktere in einem Anime gesehen habe, die ein bisschen was auf den Rippen haben (abgesehen von Fatty aus Mai Hime). Real Drive? Ja bitte. Mehr davon.

Uerteil: 4,5 / 5

Erster Eindruck: Kaiba

Kaibas Stil ist recht eigenwillig…

Naja ob das noch als Anime durchgeht? Kaiba sieht eher aus wie ein koreanischer Cartoon auf LSD. Genauer gesagt hat es einen ähnlichen Stil wie Kemonozume in einer Welt die an Blame und die Matrix erinnert und das ganze gewürzt mit einem Charakterdesign a la Astro Boy. Ist Kaiba eigenwillig und bizarr? Ja. Ist es unterhaltsam? Ich weiss es nicht. Ich habe die gesamte erste Folge gesehen und weiss nicht was ich davon halten soll. Der Art-Style und die Geschichte scheinen trotz ihrer extravaganten Art interessant, aber die Musik ist bisweilen noch seltsamer und wie die Charaktere aussehen sagt mir nicht wirklich zu. Man muss es wahrscheinlich so sehen: Kaiba ist wie ein abstraktes Kunstwerk, entweder es gefällt einem oder man kann nichts damit anfangen. Und wirklich erschliessen tut es sich keinem.

Urteil: ? / 5

Erster Eindruck: Crystal Blaze

Was wäre ein Detektivanime ohne Verfolgungsjagd?

Bei Crystal Blaze handelt es sich um einen Mystery-Detektiv-Anime der in der Gegenwart spielt. Im Mittelpunkt steht eine kleine Detektei in der nur ein richtiger Detektiv arbeitet und sonst noch sein kleiner Bruder und zwei Mädchen, die nach vermissten Tieren suchen usw. Seinen Namen bekommt der Anime wohl von den mysteriösen Morden die in letzter Zeit verübt werden, bei denen die Opfer zu Kristallstatuen werden. Und anscheinend hat auch der neuste Fall etwas damit zu tun bei dem eine Frau mit besonderen Fähigkeiten beschützt werden soll… Wenn man Crystal Blaze in einem Wort zusammenfassen will dann wäre es wohl „Durchschnitt“. Anders kann man Animation, Story, Charakterdesign und Soundtrack nicht bezeichnen. Crystal Blaze ist so ein typischer Fall von „kann man super gucken wenn einem Langweilig ist“, aber mehr braucht man sich wohl nicht zu erhoffen.

Urteil: 2,5 / 5

Erster Eindruck: Amatsuki

Toki begreift langsam, dass das ganze realer ist als er dachte

Amatsuki ist eine positive und willkommene Überraschung. Scheint das Opening noch nicht allzu viel verheißend und ist die Animationsqualität auch nicht weiter erwähnenswert, wurde die Geschichte mit jeder Minute interessanter und die Charakter hintergründiger. Der junge Toki verlebt sein Leben, so könnte man es am ehesten ausdücken. Für nichts kann er sich begeistern und nichts lässt er an sich heran. Er schwimmt einfach immer mit dem Schwarm ohne irgendwo anzuecken. Doch das soll sich ändern an dem Tag wo er einen Themenpark in dem ein jahrhunderte altes japanisches Dorf zur Edo-Zeit nachgebaut ist, denn wie durch ein Wunder wird Toki durch die Zeit gerissen doch ist er zum Glück nicht auf sich allein gestellt. Klingt zusammengefasst nicht revolutionär, aber dieser Anime gibt ein Feeling wie Die zwölf Königreiche von sich und das alleine ist schon eine Leistung.

Urteil: 4 / 5

Erster Eindruck: Kyouran Kazoku Nikki

Ein böses Catgirl

Soviel vorweg: Jedem der nach einer Folge hiervon keine Kopfschmerzen hat kann ich nur sagen Respekt. In Kyouran Kazoku Nikki geht es darum, dass Midarezaki Ouka -die einzige normale Person im Anime übrigens- gezwungen wird Kyouka zu heiraten, die das Kind eines der mächtigsten Wesen das jemals existiert hat ist. Ob Ouka es damit gut getroffen hat kann man sehen wie man will, denn zwar ist Kyouka ein junges Catgirl aber ihr Ego ist wahrhaft von einem anderen Planeten. Sie kann einfach nicht aufhören zu reden, ist rechthaberisch, besserwisserisch, etc. pp. und hat zu allem Überfluss auch noch die entsprechenden übernatürlichen Fähigkeiten um ihre Meinung mit Nachdruck zu vertreten. Jedenfalls ist damit die Familie noch nicht komplett, denn die beiden bekommen noch eine Reihe von Adoptiv“kindern“ in Form eines Kampfroboters, einer Schwuchtel, eines Octupus, eines Löwen usw. Ja es ist tatsächlich so wie es sich anhört. Es macht einfach keinen Sinn. Aber das ist auch die pure Absicht in einem Anime in dem das Essen auf einmal zu reden anfängt. Ob man auf sowas steht muss man einfach selber wissen.

Urteil: 3 / 5