Kurzes Fazit zu Yakuza 4

yakuza4

Nach knapp 50 Stunden bin ich durch mit Yakuza 4, einem Spiel mit vielen Stärken und Schwächen. Neben den zahlreichen Nebenbeschäftigungen und Minispielchen, haben für mich vor allem die Story und der Fokus auf vier unterschiedliche Hauptcharaktere das Spiel getragen. Die Story macht bis zum Ende hin zwar eine Wendung nach der anderen, bedient sich aller erdenklichen Klischees, und das auch mehrfach, aber zieht einen trotzdem mit und schafft es permanente Neugierde zu schaffen wie es denn nun weiter geht. Und die vier unterschiedlichen Hauptcharaktere mit unterschiedlichen Kampfmoves, Bekannten, Verstecken und Einblicken in die Handlung lockern das ganze deutlich auf, damit sich keine Langeweile einschleicht. Zahlreiche Nebenquests, die alle entweder den Charakteren mehr Hintergrund verleihen, abgedreht oder einfach nur interessant sind, runden das Ganze ab.

Die beiden größten Mankos müssen die Limitierungen der Open World durch die PS3, inkl. Rucklern, häufigem Laden, etc., und das Budget bzw. der Zeitdruck für Yakuza 4 gewesen sein. Zweites merkt man daran, dass viele Zeilen Dialog nicht vertont sind, es kaum neue Gebiete gibt und sich Dinge wie die Revelations teilweise wiederholen. Dazu gesellen sich kleinere Nervigkeiten in der Spielmechanik wie dem Finden von Nebenmissionen praktisch nur via Internetguide, dem permanenten und irgendwann eintönigen Gerenne durch Kamurocho für die Nebenmissionen und dergleichen – um einen gefundenen Spindschlüssel aufzuheben muss man z.B. diverse Textboxen bestätigen und eine lange Animationsphase abwarten.

tl;dr: Yakuza 4 hat tolle Charaktere, eine kitschige aber interessante Handlung und ein dank Heatactions spaßiges Kampfsystem, aber die PS3, Budget- und Zeitlimitierungen und kleinere Designprobleme trüben den Spaß etwas

Advertisements

Diese Publisher und Entwickler können mich mal.

publisher

Mein letztes Rockstar-Spiel

Nachdem ich mich bei fast jedem Spiel, dass ich mir in letzter Zeit gekauft habe über irgendwas (meist zurecht) aufgeregt habe, dass mir den Spaß am Spiel verdorben hat hier die Liste der Schuldigen. Für mich habe ich beschlossen von den meisten dieser Entwicklern/Publishern keine Spiele mehr zu kaufen. Doch was war denn jetzt der Stein des Anstoßes dieses Posts? Ein kleines Studio namens… Weiterlesen

Final Fantasy XIII – Das Ende einer Ära

Gerade habe ich dann auch endlich den Finalen Boss von Final Fantasy XIII bezwungen und war erleichtert das es endlich rum ist.  Aber warum eigentlich? Was ist schief gelaufen trotz grandioser Schauplätze, FMVs in HD-Aufösung und einem interessanten Kampfsystem? Vieles meiner Meinung nach, aber ich will das jetzt nicht übertreiben. Viele Makel waren nur „Kleinigkeiten“. Zum Beispiel die Gegnervielfalt. Oder eher Armut. Das war das erste Final Fantasy das so wenig verschiedene Gegner hatte und einem gleichzeitig so viele alte Gegner mit einem anderen Anstrich als neu verkauft hat. Auch der Soundtrack war eher eine Enttäuschung. Sicher war schon vorher klar, dass es er nicht die Qualität von Nobuo Uematsus Werken haben wird, aber bis auf die Kampfmusik und 2-3 andere Tracks hatte der Soundtrack einfach nichts besonderes zu bieten. Und auch ohne Uematsu war der FF XII  Soundtrack um Meilen besser.

Nächster Kritikpunkt geht an das Kampfsystem. Im großen und ganzen ist es ja gelungen das Experiment mit den Paradigmen und dem zuerst seltsam anmutenden Autoangriff. Aber wenn man nur eine Hand voll Gegner hat, dann wiederholen sich die Taktiken relativ schnell. Oder ändern sich in manchen Gebieten gar nicht. Auch unschön ist die aufgezwungene extra lange Pause beim ersten Paradigmenwechsel in jedem Kampf. Zu Meckern auf hohem Niveau kann man wohl den Punkt Kristarium aka Fähigkeitenbaum zählen, denn es macht kaum einen Unterschied, bis auf die Fertigkeiten, wo man nun upgraded. Und auch der Upgradepfad ist, genau wie das gesamte Spiel, sehr linear ohne wirkliche Wahlmöglichkeit aufgezogen.

Mein größter Kritikpunkt gilt aber der Story. Irgendwie hat man versucht irgendwie alles reinzubekommen und es jedem Recht zu machen und damit alles falsch gemacht. Ohne jetzt zu viel von der Geschichte vorweg nehmen zu wollen fällt es doch ziemlich stark auf, dass sich die erste Hälfte des Spiels ziemlich um die Charaktere dreht und in der zweiten Hälfte ist dann nur noch Welt retten ohne das kleinste bisschen Charakterentwicklung angesagt. Dadurch bleiben die Charaktere leider alle ziemlich eindimensional und stereotypisch. Das Ende fällt leider recht antiklimatisch aus, was unter anderem dem Recht uninteressanten Antagonisten geschuldet ist. Auch die kurze Endsequenz mit dem schrecklichen westernisierten Themesomg die einen mit einem „wie das wars jetzt?“ Gefühl zurücklässt reisst am Ende das Fazit zum Spiel nicht noch mal rum. Ich hab mir direkt danach noch mal das Ende von Teil XII angeguckt und da liegen Welten zwischen.

Daneben gibt es noch eine ganze Reihe von anderen Problemen wie die ausschliesslich englische Synchro, die teils wahnsinnig und irrsinnig langen Laufwege um die Cieth-Missionen erfüllen zu können, der Bruch mit so vielen Final Fantasy Traditionen wie die Prelude, die Sigeshymne, Mogrys, etc. pp. die alle fehlen, usw. Was bleibt ist ein Spiel, dass zwar Final Fantasy als Namen trägt, aber nicht mehr als die Hülle dessen ist, für was die Serie einst stand. Es bleibt ein ganz passables JRPG, von dem ich nicht weiss ob ich es mir gekauft hätte, wenn nicht der Name Final Fantasy drauf gestanden hätte. Mal sehen ob es mit Teil XV wieder besser wird oder endgültig das Ende der Serie besiegelt wird.

Neue Videospiele

Es ist ja der pure Irrsinn was alleine diesen Monat an Triple-A Titeln spielemäßig rauskommt. Battlefield Bad Company 2, God of War III, Final Fantasy XIII, Command and Conquer 4, etc. Und das nach dem Erscheinen von Bioshock 2, Bayonetta, Mass Effect 2, Heavy Rain usw. Und dann wurde ja jetzt auch noch bekannt gegeben, dass uns seitens Nintendo noch Super Mario Galaxy 2 und Metroid Another M in der ersten Jahreshälfte beglücken werden.

Da fallen einige andere interessante Titel die noch erscheinen in dieser Masse an Blockbustern gar nicht mehr auf und das wobei sie alle sogar irgendwie was mit Japan zu tun haben. Sei es der Animestil, das Setting oder dass es sich um ein JRPG handelt. Daher möchte ich hier kurz auf diese Spiele hinweisen (Alle Links führen zu Amazon):

PS3:

  • Yakuza 3: Sandbox Style Action/Story/Minigame Spiel in dem man einen Yakuza spielt. Alle westlichen Releases leider geschnitten. UK Trailer.
  • Resonance of Fate: Neues JRPG von Tri-Ace mit verschiedenen Charakteroutfits und Sci-Fi Setting. US Trailer (Auch Xbox360)
  • 3D Dot Game Heroes: JRPG das andere JRPGs auf die Schippe nimmt und zwar 3D ist, aber wie ein blockiges 2D RPG aussieht. US Trailer.
  • BlazBlue: 2D Beat em Up mit super Kritiken von den Guilty Gear Machern soweit ich weiss. Super Spiel aber richtig hässliches Cover in Europa. Review. (Auch Xbox360)

WII:

  • Sakura Wars – So Long My Love: Der erste Teil der Serie überhaupt der in Europa erscheint! Brauchbare Beschreibung siehe Link.
  • Fragile Dreams: Scheint eine Art Adventure mit Animelook zu sein. Ein Videopreview gibt es hier.
  • Sin and Punishment 2: Ersten Teil nie gespielt aber scheint so eine Art Rez zu sein. Trailer.

Da sollte eigentlich für jeden was dabei sein. Wer noch von anderen ähnlichen Spielen weiss, kann gerne Links bei den Kommentaren posten.


Square Enix kann mich mal gern haben

FF13

FF XIII – Das Modern Warfare 2 von 2010

Square Enix ist mir inzwischen der so ziemlich unsympathischste Haufen den es in der Spieleindustrie gibt. Erinnern wir uns doch als Europäer an die diversen für die PS1 und PS2 veröffentlichten Titel fallen uns jahrelange Wartezeiten, haarsträubende Übersetzungen, PAL-Balken, ruckelnde Zwischensequenzen, nicht Lippensynchrone in-game Sequenzen und dafür dann aber deftige Preise ein. Gerade hat man das „Dynasty Doc“ Video mit der Ankündigung des Releasedatums in der westlichen Hemisphäre veröffentlicht, zu sehen hier bei Gametrailers und klopft sich Stolz auf die Schulter und berieselt sich selber mit Vorschusslorberen. Und man könnte meinen diesmal ist wirklich alles gut. Schneller Release am 9.3.2009, viele der eben angesprochenen Probleme fallen dank des neuen HD-Standards der weltweit der selbe ist weg und man könnte meinen alles wäre gut. Aber mitnichten. Wenn ich mich beschwere, dass die Amerikaner und wir Europäer einen anderen Themesong zu FF XIII kriegen als die Japaner dann mag das noch meckern auf hohem Niveau sein. Was aber meiner Meinung nach gar nicht in Ordnung geht ist die Arroganz uns nur die englische Synchro auf die Scheiben zu Pressen. Was soll das? Jedes zweitklassige JRPG bietet heutzutage die Möglichkeit die Sprache im Menü zu ändern. Ich kann mir nicht vorstellen, dass nach all dem Gemecker der Europäer und auch vieler Amerikaner in den letzten Jahren es nicht bis zu Square Enix durchgedrungen sein soll, dass viele den äusserst bescheidenen englischsprachigen Synchros der FF-Spiele nichts abgewinnen können.

Ich habe eine Vermutung woran es liegen könnte. Aufwand wär die ganze Sache nicht, aber Square Enix will für die PS3 und die Xbox 360 identische Versionen rausbringen. Auf eine Bluray Disc würde ein zusätzlicher Sprachtrack locker noch passen, aber bei der Xbox Version würde wahrscheinlich eine weitere DVD fällig. Und die kosten zwar heute nichts mehr, aber wenn man mehrere Millionen davon pressen muss… Anders kann ich mir es weiss Gott nicht zusammenreimen. Es macht einfach keinen Sinn.