Ersteindruck Tales of Hearts R

Unterhaltsames Geplänkel

Wie jedes Tales of machen auch in Hearts R die Skits einen wesentlichen Teil des Charmes aus

Nach zwölf Stunden Tales of Hearts R gefallen mir zum einen die Kämpfe, die dank der Blockmechanik und Spezialangriffen gegen geschwächte Gegner nicht langweilig werden. Auch die Inszenierung von Grafik über Ladezeiten bis hin zur Qualität der Videosequenzen und des Tons überzeugen alle für ein Vitaspiel. Vor allem sieht das Spiel auf der Vita zum Glück deutlich besser aus als es komprimierte Screenshots im Internet vermuten lassen. Und auch wenn die Hauptstory nicht viel mehr als ein riesiges Fetchquest ist macht mir dass dank der zahlreichen Zwischensequenzen und Skits, die alle unterhaltsam sind, wenig aus. Auch in diesem Tales of sind eben wieder die Charaktere, das Kampfsystem und mehr der Weg von einem Storypunkt zum nächsten, als diese selber, das was das Spiel ausmachen.

Weniger gut fand ich anfangs Beryls Stimme die für mich nicht so recht zu ihrem Charakter passen wollte. Inzwischen habe ich mich daran gewöhnt und komme gut damit zurecht. Von anfang an störend und leider nicht weniger nervig geworden ist Hisui der immer noch nichts anderes als ein nerviger wandernder und lautstarker Schwesterkomplex ist. Größte Schwäche ist aber ganz klar die Übersetzung. Angefangen bei Rechtschreibfehlern und komplett falschen Wörtern werden häufig komplette Sätze oder Schimpfwörter, die im Japanischen gar nicht gesagt werden, hinzugedichtet. Dabei ist mir sehr wohl klar dass gerade Japanisch keine Sprache ist die eins zu eins übersetzt werden kann, aber leider gibt es auch häufig solche Änderungen und Anpassungen die das Gesagte ins komplette Gegenteil verkehren und das vollkommen grundlos. In den Teilen wo es Sprachausgabe gibt ist es dann einfach nur „unschön“, aber spätestens wenn nur Text zu lesen ist kann man nur das beste hoffen.

Jedenfalls habe ich meine Spaß und wenn mir die Finger vom zocken nicht weh täten würde ich jetzt nicht hier sitzen und diesen Beitrag schreiben sondern weiter spielen, schlechte Übersetzung hin oder her.

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Ersteindruck Senran Kagura Shinovi Versus

Nach Senran Kagura Burst für den 3DS habe ich mich nun an Shinovi Versus für die Vita gemacht und bisher die Geschichte der Gessen-Mädels inklusive Nebenstorys durchgespielt. Größtes Upgrade im Vergleich zum 3DS-Vorgänger ist wohl die hübschere Grafik, die zusammen mit dem teils fetzigeren Soundtrack die Präsentation ordentlich aufwertet. Leider bringt die aufwendigere Präsentation die Vita auch häufiger zum straucheln und die Framerate leidet deutlich. Da freue ich mich darauf, dass der nächste Teil für Sonyplatformen, Estival Versus, auch für die PS4 erscheint.

Die Anzahl der Charaktere wurde im Vergleich zu Burst mal eben auf über zwanzig verdoppelt und die meisten sind, nicht zuletzt wegen der unterschiedlichen Moves und Special, eine Bereicherung. Dafür ist die Handlung nach wie vor bestenfalls auf Fanficniveau. Wenn die ganze Zeit immer nur die Rede von „bösen“ und „guten“ Shinobi ist, aber nie konkrete Beispiele aufgeführt werden was sie so treiben, dann gibt es wie auch die Gessenmädels am Ende ihrer Story erkennen, praktisch keinen Unterschied zwischen Gut und Böse. Dazu kommt dass die Übersetzung von Xseed stellenweise etwas frei ist, was aber bei der angesprochenen Qualität der Story nicht weiter tragisch ist. Größte Verbesserung an dieser Stelle im Vergleich zu Burst: Die Visual-Novel Sequenzen fallen deutlich kürzer aus.

Aber seien wir ehrlich, für die Story zockt die Spiele niemand. Doch gerade bei den Kämpfen, bei denen die Mädels häufig ihre Kleidung verlieren, ist das Erlebnis durchwachsen. Einerseits ist die dritte Dimension eine Bereicherung, andererseits gleichzeitig das größte Problem, da der Gegnerlock-on nur leidlich funktioniert und man häufig desorientiert ist. Und häufig verdrischt man gegnerische Bosse entweder geradezu oder hat seine liebe Not zurecht zu kommen, einfach aufgrund der Kombination der unterschiedlichen Kampfstile, und während dies die Kämpfe interessanter macht kann es auch frustrierend sein. Letzter Punkt: Während man in Burst immer wieder durch die immergleichen Gegenden lief, sind in Shinovi Versus die einzelnen Missionen deutlich kürzer. Fast schon zu kurz, bis auf den obligatorischen Bosskampf kämpft man höchstens für Augenblicke gegen normale Gegner.

Alles in allem halte ich Shinovi Versus für eine Verbesserung, aber gerade die Probleme den richtigen Gegner aufgrund der Kamera zu erwischen und die arg kurze Missionslänge halten das Spiel schon zurück. Dazu kommt das arg triviale Kampfsystem mit dem ich aber weniger ein Problem habe.